Veranstaltungen

Hier ist Berlin! - Geschichte(n) aus der Sammlung des Stadtmuseums
Erleben Sie in der Dauerausstellung des Märkischen Museums einen Stadtspaziergang der besonderen Art durch fast 800 Jahre Berlin. Schlendern Sie durch Straßen, über Plätze und verweilen Sie an Objekten, die ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Entdecken Sie dabei Bekanntes, Unbekanntes und einige Schätze aus der Berliner Geschichte, die lange im Depot verborgen waren.

Dauerausstellung

Wann:
Di-So 10-18

Wo:    
Märkisches Museum, Am Köllnischen Park 5,10179Berlin

Eintritt:
5,00 / erm. 3,00

Berliner Leben im Biedermeier
Das Knoblauchhaus gehört zu den wenigen, noch am ursprünglichen Ort erhaltenen Berliner Bürgerhäusern des 18. Jahrhunderts. Original rekonstruierte Wohnräume sind den Mitgliedern der Familie Knoblauch gewidmet und vermitteln das damalige Lebensgefühl. Gebrauchsgegenstände, Bilder und Familiendokumente informieren über soziales Leben, Wirtschaft, Politik und Architektur jener Zeit.

Dauerausstellung

Wann:
Di-So 10-18

Wo:    
Knoblauchhaus, Poststraße 23, 10178 Berlin

Eintritt:
frei (Spenden erbeten)

Mythos Germania – Vision und Verbrechen
Albert Speers Planungen für Berlin waren keine Utopie, sondern ein konkretes Bauvorhaben. Als Generalbauinspektor entwarf der Architekt breite Achsen und Monumentalgebäude von enormen Dimensionen, die den Machtanspruch des NS-Systems demonstrieren sollten. Berlin hätte nicht mehr als Lebensraum der Bewohner gedient, sondern als Repräsentationsraum des Regimes. Für die Umsetzung der Pläne forderte und unterstützte Speer Vertreibungen, Deportationen und Sklavenarbeit. Beim angestrebten Neubau der Metropole waren Vision und Verbrechen untrennbar miteinander verbunden.
Die Geschichtsausstellung des Berliner Unterwelten e.V. beleuchtet Architektur und Städtebau im Berlin der NS-Zeit und analysiert die ideologischen Zielsetzungen und verbrecherischen Konsequenzen.

Dauerausstellung

Wann:
April – Oktober: Do – So 11 – 18 Uhr
November – März: Sa + So 11 – 16 Uhr
Geschlossen: 1. Januar 2018

Wo:    
Berliner Unterwelten-Museum, Brunnenstraße 105, 13355 Berlin

Eintritt:
6,00 / erm. 5,00

Unbekannte Mitte
Straßen und Plätze im Berliner Stadtkern gestern und heute

Im Berliner Stadtkern, dem Ursprungsort der heutigen Metropole erinnert nur wenig an deren 800-jährige Geschichte. Bis auf einige wenige Denkmale, die die Kriegszerstörungen und späteren Abrisswellen überstanden haben, gibt es kaum Zeugnisse des historischen Stadtgefüges.

Die traditionsreichen Plätze der Gründungsstädte Berlin und Kölln, der Molkenmarkt und der Köllnische Fischmarkt sind ebenso verschwunden wie der Neue Markt. Die ehemals geschäftigen Hauptstraßen der Altstadt, die Königstraße (heute Rathausstraße), Spandauer Straße, Stralauer Straße, Gertraudenstraße und Roßstraße haben ihre Bebauung und ihre Attraktivität verloren und sind zusätzlich durch ihren übermäßigen Verkehr stark belastet. Schmale Straßen, Gassen und Höfe, wie sie bis 1945 in einer seit dem Mittelalter fast unveränderten Struktur existierten, sind zu großen Teilen Kriegsverlust aber auch, wie im Fall der Fischerinsel, durch Flächenabriss um 1970 verloren gegangen. Die gegenwärtige Architektur und Stadtplanung hat überdeutliche Tendenzen zu einem ortsunabhängigen Erscheinungsbild. Umso wichtiger ist es, die Geschichte Berlins zu kennen, um eine identitätsstiftende Gestaltung sowohl der zukünftigen Stadträume als auch der neu zu errichtenden Einzelgebäude zu bewerkstelligen.

Die Ausstellung geht auf Entdeckungsreise zu historischen Stadträumen und zeigt in der Gegenüberstellung den heutigen Zustand des gleichen Ortes. Sie versteht sich als Beitrag zur Diskussion um die Alte Mitte. Wiedergewinnungs-Potentiale bei der Neugestaltung des Berliner Stadtkerns werden erkennbar. Die Ausstellung wendet sich an alle planerisch Verantwortung Tragenden, vor allem aber auch an die Berliner und alle Zugezogenen, und lädt dazu ein, die unbekannte Mitte kennen und lieben zu lernen.

Eine Ausstellung des Bürgerforums Berlin e.V. in Kooperation mit Kulturprojekte Berlin GmbH und dem Berlin-Mitte-Archiv.


27. November 2018 - 25. Januar 2019

Wann:
Mo-Fr 9-17, Di bis 19

Wo:    
Podewil, Klosterstraße 68, 10179 Berlin Berlin

Eintritt:
frei

weitere Informationen



 

Berlin in der Revolution 1918/19

Die Revolution im Winter und Frühjahr 1918/19 entschied sich in den Straßen der Reichshauptstadt Berlin. Mit Demonstrationen vor Reichstag und Schloss feierten die Berlinerinnen und Berliner am 9. November 1918 die Abdankung des Kaisers, im Zeitungsviertel wurden im Januar 1919 aus Druckpapierrollen die Barrikaden der Spartakisten gegen die anrückenden Regierungstruppen errichtet, über die Frankfurter Allee zog nach dem Ende der Kämpfe der große Trauerkondukt zum Friedhof in Friedrichsfelde. Mit dabei waren immer die Pressefotografen, die mit ihren großen Plattenkameras die Redner in der Menge, die Soldaten hinter den Maschinengewehren, die Plakatwagen der Parteien für die Wahlen zur Nationalversammlung sowie die zerstörten Häuser und verwüsteten Plätze aufnahmen. Doch gleichzeitig ging der Alltag in der Stadt weiter, besuchten die Menschen die vielen Kinos mit ihrem expandierendem Filmangebot, amüsierten sich in Revuen und Kabaretts, tanzten Two-Step und Foxtrott. Die Ausstellung im Museum für Fotografie zeigt gleichermaßen eine fotografische Bildgeschichte der Revolution in Berlin wie ein Panorama der Unterhaltungskultur dieser Monate.

In den ersten Tagen der Revolution waren die Gebrüder Otto und Georg Haeckel die wichtigsten Pressefotografen. Als erfahrene Kriegsreporter begleiteten sie reaktionsschnell die spontanen Kundgebungen Unter den Linden und vor dem Schloss. Die Fotografen arbeiteten ohne Auftrag und boten Verlagen wie Mosse oder Ullstein ihre Aufnahmen an. Belege von den Kampfhandlungen selbst gibt es nur wenige. Eher stellten die Fotografen in den Kampfpausen Szenen mit Soldaten mit schussbereiten Waffen oder an den Barrikaden nach. Von Willy Römer sind die meisten Aufnahmen der Revolution in Originalkontaktabzügen überliefert. Eine seiner Fotografien entstand sogar unmittelbar vor seiner eigenen Festnahme durch einen Trupp Spartakisten.

In den Kinos berichteten die Wochenschauen deutschlandweit von den Kundgebungen und Demonstrationen in Berlin, brachten Film-Porträts der Minister der neuen Reichsregierung und zeigten als Beweis für die wieder hergestellte Ordnung Alltagsszenen aus den Straßen der Hauptstadt. Gleichzeitig warben sie für die Nationalversammlung. Aufgrund der längeren Produktionsabläufe boten die Spielfilme im Winter 1918/19 noch keinen Reflex auf die Revolution. Doch ermöglichte die Aufhebung der Zensur die Produktion neuer, gewagter Filme, die sich etwa gegen die strafrechtliche Verfolgung Homosexueller richteten.

Als Reaktion auf das Ende des Krieges und ohne zunächst den Gefahren der Revolutionskämpfe Rechnung zu tragen, herrschte im Winter und Frühjahr 1918/19 in Berlin eine beispiellose Vergnügungssucht. Neben Opernhäusern und Sprechtheatern frequentierten die Berlinerinnen und Berliner die populäreren Operetten- und Revuetheater, die Kinos, aber auch Ballhäuser oder Kaschemmen, um dort zu tanzen. Dabei gab es auch Revuen, die tagesaktuell auf Themen wie die Wohnungsnot und die Streiks reagierten. Die Misere der Kriegsinvaliden war gleichfalls ein Sujet der populären Musik. In dem Lied Bein ist Trumpf aus dem Jahr 1919 wird das Schicksal vieler kriegsversehrter Männer angesprochen: der Tanz mit dem Holzbein oder der Prothese im Getriebe eines sich immer weiter drehenden Weltgefüges.

Eine Ausstellung der Kunstbibliothek, gefördert vom Hauptstadtkulturfonds. Kooperationspartner: bpk-Bildagentur und ullstein bild

9. November 2018 - 3. März 2019

Wann:
Di-So 11-19, Do bis 20

Wo:
Museum für Fotografie / Helmut-Newton-Stiftung, Jebensstraße 2, 10623 Berlin

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